Ihr Spezialist für Schutztechnik in der Energieverteilung - FAQ
Schutztechnik verhindert, dass Fehler in elektrischen Anlagen zu flächendeckenden Ausfällen führen. Sie schützt wertvolle Komponenten und sorgt dafür, dass nicht betroffene Anlagenteile weiterhin sicher betrieben werden können.
Eine Schutzprüfung stellt die Funktionsfähigkeit von Schutzsystemen in elektrischen Anlagen sicher und wird regelmäßig durchgeführt, um Ausfälle zu vermeiden.
Man unterscheidet zwischen
- Inbetriebsetzungsprüfungen
- Wiederholungsprüfungen
- Sonderprüfungen
je nach Zeitpunkt und Anlass.
Die Prüfung umfasst
- Sicht- und Verdrahtungskontrolle
- Abgleich der Einstellparameter
- Tests der Schutzfunktionen durch simulierte Fehler
Dabei werden Ansprechwerte, Meldungen und Toleranzen geprüft und dokumentiert. Typische Prüfschritte sind die Kontrolle von Ein- und Ausgängen, die Funktionsprüfung der Auslösung sowie End-to-End-Tests.
TRIPS prüft alle gängigen Schutzgeräte herstellerunabhängig und weltweit. Unsere Schutzprüfungen gewährleisten, dass Ihre Systeme jederzeit korrekt und selektiv auf Störungen reagieren.
TRIPS unterstützt Sie bei der Parametrierung und Inbetriebnahme von Schutztechnik-Systemen führender Hersteller. Dazu zählen unter anderem SIPROTEC von Siemens, MiCOM von Schneider Electric sowie Sprecher-Schutzrelais. Unsere Experten übernehmen die komplette Umsetzung – von der Planung über die Parametrierung mit den jeweiligen Hersteller-Tools bis hin zur finalen Inbetriebnahme und Funktionsprüfung vor Ort.
Je nach Anforderung setzen wir SIPROTEC-Geräte für Distanzschutz, Differentialschutz, Überstromschutz oder Erdschlusserkennung ein. Die Parametrierung erfolgt über DIGSI – individuell abgestimmt auf Ihre Netzstruktur und Anlagenanforderungen.
Ein Schutzrelais überwacht dauerhaft elektrische Größen wie Strom und Spannung und vergleicht sie mit festgelegten Grenzwerten.
Im Fall von Abweichungen – etwa durch Überstrom, Kurzschluss oder Unterfrequenz – gibt es ein Auslösesignal an den Leistungsschalter, der den betroffenen Netzabschnitt vom System trennt. So werden Schäden vermieden und die Betriebs- und Versorgungssicherheit erhöht.
Zusätzlich kann das Relais Fehlerart und -ort erkennen und diese Informationen an ein Leitsystem übermitteln.
Der UMZ-Schutz (Unabhängiger Maximalstromzeitschutz) dient der Absicherung von Leitungen, Transformatoren und anderen Betriebsmitteln. Er erkennt Überströme über Stromwandler und vergleicht sie mit einem festen Ansprechwert. Bei Überschreitung startet eine fest definierte Zeitverzögerung – unabhängig von der Stromhöhe. Ist diese Zeit abgelaufen, löst das Relais aus und trennt den betroffenen Abschnitt.
Durch gestaffelte Auslösezeiten mehrerer Relais lässt sich eine selektive Abschaltung garantieren – das nächstgelegene Relais reagiert zuerst, während andere verzögert ansprechen.
Distanzschutz überwacht kontinuierlich Strom und Spannung in einem Netzabschnitt. Kommt es zu einem Fehler, z.B. einem Kurzschluss, sinkt die Spannung und der Strom steigt stark an.
Dies führt zu einer deutlich niedrigeren Impedanz.
Das Distanzschutzrelais erkennt dies und ordnet die gemessene Impedanz einer sogenannten Schutzzone zu. Jede Zone verfügt über ihre eigene Auslösezeit: Fehler in unmittelbarer Nähe werden schneller abgeschaltet als weiter entfernte Fehler.
